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Über uns

Am Anfang war der Unmut

In Kenntnis des Unmutes der Bevölkerung über die praktizierte Kommunalpolitik und im Wissen, daß sich die gewählten Kommunalpolitiker unfähig zur Zusammenarbeit erwiesen haben, hat sich in Meschede die Unabhängige Wählergemeinschaft gegründet, um sich Mescheder Bürgern als eine Alternative zu den gängigen Parteien anzubieten. (…)

Mit diesen Worten als Präambel unseres ersten Wahlprogramms fing im Mai 1984 alles an. Genau genommen fing alles damit an, dass die Stadt Meschede großes vorhatte, sehr großes – große Umgehungsstraße, große neue Häuser in der Innenstadt und viele andere große Sachen. Zu groß, zu teuer und überhaupt nicht angemessen, dachten die ersten unabhängigen Wähler. Viele dieser großen Überlegungen sind mittlerweile überwunden – nicht zuletzt, weil die UWG beim Nachdenken kräftig geholfen hat.

Der erste Wahlkampf wurde geradezu erbittert geführt. Manche Parteien waren dabei ein bisschen wütender als andere. Auch viele Wähler waren skeptisch. Trotzdem war unser erstes Wahlergebnis mit 19,8 Prozent mehr als ein Achtungserfolg. Also machten wir weiter. Und wir hatten eine Menge Spaß dabei, die Mescheder Kommunalpolitik kräftig aufzumischen. Manche erinnern sich vielleicht noch an das „UWG Blatt”, das auf der Schreibmaschine getippt (nix da mit Computer) und anfangs in Handarbeit verteilt wurde.

Unsere Erfolge

Wie es mit Unmut und Widerstand nun mal so ist, waren die ersten Erfolge der UWG die Verhinderung von Schlimmerem. So wurde der Oesterweg beim Ausbau zur Umgehungsstraße schließlich nicht vierspurig angelegt und die Müllfabrik in Enste (Orfa-Anlage) wurde auch nicht gebaut.

In den vergangenen 20 Jahren haben wir

  • dafür gesorgt, dass die Stadtbücherei erhalten bleibt,
  • ein viel billigeres Müllkonzept erarbeitet und durchgesetzt,
  • die Mescheder Schulen durch Budgetierung von starren Verwaltungszwängen befreit,
  • das Thema Tourismus als wirtschaftliches Standbein der Stadt und der Region wieder auf die Tagesordnung gebracht,
  • dafür gesorgt, dass die Angestellten-Parkplätze am Rathaus für die Allgemeinheit zur Verfügung stehen,
  • für die Sanierung der Mescheder Bäder und die Entwicklung eines wirtschaftlich tragfähigen Bäderkonzepts gesorgt,
  • die Sanierung des Rathausumfelds, den Ruhrauenweg, die wirtschaftliche Erschließung des Mescheder Bahngeländes und die Sanierung der Ortsdurchfahrt Freienohl vorangetrieben und
  • dafür gesorgt, dass Honsel genügend Platz hat, um zu wachsen.

Manche Ideen der UWG brauchten etwas länger, um sich durchzusetzen. Als es so weit war, wie zum Beispiel die Bezirksausschüsse oder der Ruhrauenweg, hatte der Erfolg viele Väter. „Hauptsache, es geschieht,” sagt sich das UWG-Team im Rat immer wieder. Denn wenn die anderen Parteien sich unsere Ideen und Ansichten zu eigen machen, haben wir unser Ziel erreicht. Es hat eben auch etwas Gutes, wenn niemand auf ein Landtags- oder Bundestagsmandat seiner Partei spekuliert und möglichst jeden Erfolg für sich in Anspruch nehmen muss.